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Großbrand in Abfallsortieranlage in Bruchsal

Schaden in Millionenhöhe hat ein Brand in der Ersatzbrennstoffanlage der Gesellschaft für Abfallwirtschaft GfA in Bruchsal in den frühen Morgenstunden des Dienstags verursacht.
Ein dichte Rauchwolke stand über der EinsatzstelleNur unter Atemschutz konnte an der Einsatzstelle gearbeitet werdenMit Drehleitern und Wasserwerfern wurde den Flammen der Garaus gemacht
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Die Halle, in der die Anlage stand, brannte komplett aus und ist teilweise eingestürzt. Zwei Arbeiter wurden bei dem Versuch, das Feuer in seinen Anfängen noch selbst zu löschen, durch Rauchgas leicht verletzt. Einen weiteren Verletzten gab es auf Seiten der Feuerwehr.
Als am frühen Montagmorgen die die Feuerwehrleitstelle Karlsruhe die Freiwillige Feuerwehr Bruchsal alarmierte stand schon auf der Anfahrt ein großer Rauchpilz über dem Firmengelände. Nach kurzer Erkundung war klar, dass man mehr Einsatzkräfte und Drehleitern brauchte. Nach Aussage eines Mitarbeiters hatte sich eine Explosion ereignet. Durch die enorme Druckwelle der Explosion wurden mehrere Metallrolltore nach außen gedrückt, zudem stürzten Teile der abgehängten Decke ein. In der Folge breiteten sich die durch die Explosion verursachten Flammen rasch in der gesamten Halle aus und richteten großen Sachschaden ein.

Gegen 7.30 Uhr wurde an der Einsatzstelle ein Führungsstab eingerichtet und somit der gesamte Einsatz von dieser Stelle aus koordiniert. Bernd Molitor, Stadtbrandmeister von Bruchsal war Mitglied im Stab. Mit 230 Einsatzkräften und mehreren Drehleitern wurde die Brandbekämpfung vor Ort aufgenommen. Auch vom Boden aus wurden mehrere Wasserwerfer eingesetzt.

Eine Besonderheit war, dass die Rauchwolke nicht aufstieg, sondern aufgrund der Wetterlage in einer Höhe von etwa 50 Metern über dem Boden in nordöstliche Richtung zog. Die betroffenen Einwohner und Einrichtungen, wie Schulen und Kindergärten, wurden von der Polizei deshalb vorsorglich aufgefordert, die Fenster geschlossen zu halten. Die sofort eingeleiteten Messungen des Gefahrgutzuges der Feuerwehr ergaben aber zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung der Bewohner. Die Messungen der Feuerwehr haben ergeben, dass keine Grenzwerte maximal zulässiger Arbeitsplatzkonzentrationen, sogenannte MAK-Werte, überschritten wurden.

Gegen 8.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle und es konnte auch Entwarnung in Hinblick auf die Rauchwolke gegeben. Dank des schnellen und planvollen Vorgehens der Einsatzkräfte konnte ein Übergreifen des Feuers auf andere Hallen und Betriebsteile auf dem Firmengelände und damit ein weitaus größerer Schaden verhindert werden.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes stelle sich heraus, dass die Halle akut einsturzgefährdet war. Alle Kräfte wurden daher zurückgezogen. Es wurde beschlossen, einen gebrochen Betonträger mittels eine Kranes zu heben bzw. so abzulegen, dass dann für die Einsatzkräfte keine weiter Gefahr mehr bestehen.

Dieser Part wurde von Kräften des THW übernommen. Bevor das THW mit seiner Arbeit beginnen konnte, wurde mit Hochdrucklüftern der Werkfeuerwehr Neff das Gebäude rauchfrei gemacht.

Gegen 13.30 Uhr wurde der Einsatzstab aufgelöst und die Einsatzstelle an Statdtbrandmeister Molitor übergeben. Der Einsatz zog sich noch bis zum darauffolgenden Tag hin.

Bei dem Einsatz waren die Feuerwehren von Bruchsal, Forst, Karlsdorf-Neuthard, Bad Schönborn, Kraichtal, Bretten, Philippsburg, Ettlingen, Eggenstein-Leopoldshafen, Oberhausen-Rheinhausen, Malsch, Stutensee, Pforzheim und Teile der Werksfeuerwehr vom KIT Campus Nord vor Ort.

Der Rettungsdienst sicherte mit dem leitenden Notarzt Dr. Richard Spörri und 35 Helfer von Deutschem Roten Kreuze und Malteser Hilfsdienst die medizinische Versorgung der Einsatzkräfte ab.

Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick und Bürgermeister Uli Hockenberger waren zur Einsatzstelle gekommen um sich einen Überblick das Brandgeschehen zumachen. Von der Feuerwehr waren Kreisbrandmeister Thomas Hauck sowie Bezirksbrandmeister Jürgen Link an der Einsatzstelle. Vom Landratsamt Karlsruhe waren der Erste Landesbeamte Ralph Schlusche sowie der Leiter des Büros des Landrates, Martin Zawichowski, zur Einsatzstelle gekommen, um bei Bedarf weitergehende Unterstützung des Landratsamtes, insbesondere im Bereich des Gewässerschutzes und der Luftreinhaltung zu organisieren, was jedoch nicht erforderlich war. Die Polizei war mit dem Revierleiter Wolfgang Ams und mehreren Streifenwagen sowie einem Einsatzleitwagen vor Ort und unterstützen die Einsatzkräfte.

Brandermittler der Kriminalpolizei-Außenstelle Bruchsal übernahmen vor Ort die Ermittlungen zu Ursache der Explosion. Der Brandort selbst kann jedoch noch nicht betreten werden, da akute Einsturzgefahr besteht.

Links / Quellen: KFV Karlsruhe
Veröffentlicht: 24.04.10, Kategorie: Einsätze

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