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Kronau

Feuerwehren übten gemeinsam in Kronau

Die Jahreshauptübung der Feuerwehr Kronau galt einem der schwierigsten Objekte in der Gemeinde - dem Betreuten Wohnen.
Das ÜbungsobjektVorbereitung zur Brandbekämpfung und RettungAtemschutztruppVerkehrsunfall
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Nicht unbedingt die Brandbekämpfung ist hier die größte Herausforderung, es sind die zum Großteil in ihrer Mobilität eingeschränkten Senioren, die im Ernstfall gerettet werden müssen. Das Szenario sah vor, dass bei Handwerkerarbeiten im Keller ein Brand ausgebrochen war, der aufgrund seiner starken Rauchentwicklung bereits das gesamte Gebäude bis zum zweiten Obergeschoss verqualmt hatte.

Der Gruppenführer des zuerst an der Einsatzstelle eintreffenden Fahrzeugs verschaffte sich vor Ort einen Überblick. Die Pflegedienstleiterin Hilde Homann begleitete und versorgte ihn mit allen relevanten Informationen. Es gibt 18 Wohneinheiten, vier Aufenthaltsräume und einen Wellnessbereich in dem großen und weitläufigen Gebäude. Einsatzleiter Bernd Eder rückte mit einer Mannschaft aus 31 Feuerwehrleuten an. Nach der Meldung der Erstangriffskräfte, dass das Treppenhaus nicht passierbar sei und zudem mehrere Personen als vermisst galten, forderte er die Drehleiter und zwei weitere Löschfahrzeuge beider Abteilungen der Nachbarfeuerwehr Bad Schönborn an.

Während die Schläuche ausgerollt und verbunden wurden, rückten Atemschutzgeräteträger vor. Bereits im Treppenhaus bewegten sie sich am Boden, denn durch den dichten Qualm sah man schon hier kaum die Hand vor Augen. Im Keller trafen sie auf die verletzten Handwerker, gespielt von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und des Jugendrotkreuz. Alle beide hilflos und bewegungsunfähig. Die Feuerwehrleute stülpten den in Not geratenen Fluchthauben über, eine lebenssichernde Maßnahme.

Mittlerweile waren bereits die Bad Schönborner Kräfte an der Einsatzstelle eingetroffen und retteten mit der Drehleiter eine bewusstlose Person von einem Balkon im zweiten Obergeschoss. Weitere Atemschutzgeräteträger durchsuchten die Seniorenresidenz nach Verletzten, während ein in Stellung gebrachter kraftvoller Lüfter den Rauch aus dem Gebäude blies. Die Arbeit der Einsatzkräfte ging bis an die Belastungsgrenze. Auf dem Boden robbten die Feuerwehrleute und brachten die Verunglückten aus der Gefahrenzone.

Draußen warteten die Mitglieder des DRK, um die Menschen sofort dementsprechend zu versorgen. 24 Bewohner hat das Betreute Wohnen in Kronau, dazu 15 Bedienstete. „ Unsere primäre Aufgabe ist hier die Menschenrettung“, erläuterte der Übungskommentator und Feuerwehrmann Tobias Röth das Geschehen. „Das Betreute Wohnen ist durch die besondere Situation der Menschen für uns tatsächlich keine einfache Aufgabe, sondern ein schwieriger Einsatz.“

Eine Schrecksekunde, plötzlich knallte es unweit der Einsatzstelle. Ein Schaulustiger war mit seinem Pkw in eine Hauswand gefahren und musste aus dem Fahrzeugwrack befreit werden. Auch dies war ein Szenario der Übung, das von den Kronauer Feuerwehrleuten in Zusammenarbeit mit dem Rüstwagen der Feuerwehr Östringen zu bewältigen war. Bei dieser Übung arbeiteten erfahrene Feuerwehrkollegen mit noch nicht so erfahrenen zusammen, im Ernstfall müssen alle „funktionieren“. Dann müssen die Handgriffe sitzen, es gilt volle Leistung zu bringen und Leben zu retten. Jede Übung macht dabei Abläufe selbstverständlicher, aber Routine braucht keiner. Sie ist eher gefährlich, denn es gibt keine Routine. Jeder Einsatz ist anders.

Rund 45 Minuten dauerte die Jahreshauptübung bei der sich eine Vielzahl von Zuschauern ein Bild vom Leistungsvermögen der Floriansjünger machten. Auch Unterkreisführer Harald Hendel wohnte der Übung bei, während sein designierter Nachfolger Frank Dochat die Einsatzleitung unterstützte. Selbstverständlich beobachteten Bürgermeister Jürgen Heß und etliche Gemeinderäte die Tätigkeiten der Feuerwehrleute. Bei der anschließenden Übungsbesprechung im Feuerwehrhaus dankte der Verwaltungschef allen Einsatzkräften, darin eingeschlossen die Kameraden aus Bad Schönborn und Östringen. „Es war eine wunderbare Übung und das Zusammenspiel hat gut funktioniert“, resümierte der Bürgermeister. Besonders begrüßte er auch das Mitwirken der DRK-Ortsgruppe. Für eine maximale Einsatzbereitschaft und Schlagkraft ist die interkommunale Zusammenarbeit wie sie von Kronau, Bad Schönborn und Östringen vorgelebt wird unverzichtbar, wie nicht nur zurückliegende Einsätze bewiesen haben. Eines der Hauptziele der Übung, die Zusammenarbeit verschiedener Feuerwehren, ist sehr gut erreicht worden.
Bericht: Dirk Marterer, Bilder: Armin Einsele

Veröffentlicht: 15.09.10, Kategorie: Übung & Ausbildung

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