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Eisrettung - Bild Quelle: Wiesbaden112.de - Bild Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0
Hinweise der deutschen Wasserwacht

Gefahren an gefrorenen Gewässern und Eisrettung

In den letzten Tagen sind aufgrund des strengen Frostes mehrere Gewässer teilweise zugefroren. Beim Betreten von nicht freigegebenen Eisflächen besteht Unfallgefahr. Deshalb bittet die Wasserschutzpolizei um Beachtung der hierzu erstellten Hinweise „Der deutschen Wasserwacht“.

Selbstrettung

 
Eine Selbstrettung muss innerhalb kürzester Zeit erfolgen. Bereits wenige Minuten im eiskalten Wasser lassen alle Versuche einer Selbstrettung scheitern.

Je nach Beschaffenheit des Eises bieten sich zwei Möglichkeiten an:
  • Ist das Eis halbwegs tragfähig, versuchen Sie sich flach auf das Eis zu schieben und kriechen dann langsam über das Eis zum Ufer,
  • reicht die Stabilität des Eises dazu nicht aus, versuchen Sie das Eis mit den Fäusten oder den Ellbogen stückweise zu zerbrechen und bahnen Sie sich so einen Weg zum Ufer oder zu tragfähigerem Eis.
Rettung eines Menschen aus dem Eiswasser

So lang der Verunglückte noch in der Lage ist sich selbst zu retten, kann ihm mit Hilfe von Brettern, Stangen, Leitern bzw. Rettungsball oder Rettungsring mit Leine zu Hilfe gekommen werden.

Gelingt es dem Verunglückten nicht sich selbst zu retten, so muss der Retter ihm auf dem Eis zu Hilfe kommen. Hierbei darf sich der Helfer der Einbruchstelle nie stehend nähern.

Er schiebt sich vielmehr liegend, möglichst mit ausgebreiteten Armen, zum Eisloch vor (dabei sollte er unbedingt angeleint sein). Von großem Vorteil ist es, wenn er sich auf einer großflächigen Unterlage (Türe, breites Brett) liegend an den Eingebrochenen heranschiebt.

Ist der Eingebrochene unter dem Rand des Eisloches verschwunden, kann nur durch Tauchen UNTER ABWÄGUNG ALLER RISIKEN versucht werden, den Verunglückten zu bergen. Hierbei müssen jedoch drei Grundsätze unbedingt beachtet werden:
  1. Grundsatz
    Der Retter taucht in voller Kleidung (ohne Schuhe), um einer Unterkühlung vorzubeugen.
  2. Grundsatz
    Der Retter muss durch eine kräftige Leine, die von einem zweiten Helfer gehalten wird, gesichert sein. Der zweite Retter hat darauf zu achten, dass sich die Leine nicht am scharfen Eisrand durchscheuert.
  3. Grundsatz
    Wenn der Taucher nicht mit Tauchgerät und Tauchanzug ausgerüstet ist, darf dieser nicht länger als 20 Sekunden tauchen
Wichtig:
Geretteten flach lagern, nicht unnötig bewegen, Person dem Rettungsdienst übergeben!


Im Körperkern befindet sich warmes Blut, während sich in der Schale und in den Extremitäten kaltes Blut befindet. Sollte es zu einem schnellen Austausch kommen, besteht akute Lebensgefahr.
 
Weitere Informationen zu diesem Thema erteilt Ihnen gerne der Leiter der Wasserschutzpolizeistation Karlsruhe, EPHK Robert Hellmann, Tel: 0721/59715-0
Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Karlsruhe

Veröffentlicht: 07.02.12, Kategorie: Bürgerinformationen

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